ÉpStan in Zeiten von Covid-19

ÉpStan in Zeiten von Covid-19

Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen war das vorige Schuljahr 2019/2020 von außergewöhnlichen Umständen geprägt. Mit Blick auf die schulischen Veränderungen (Organisation von „Homeschooling“, Lehrer- und MitschülerInnenkontakt über digitale Medien, …) ist es maßgebend, im Rahmen des nationalen Bildungsmonitoring „Épreuves Standardisées“ (ÉpStan) wissenschaftlich festzustellen, inwiefern die Bildungsziele des vorigen Lernzyklus erreicht werden konnten bzw., inwiefern kontextbedingte Lernrückstände entstanden sind.

Zu den Herausforderungen des Homeschooling gehören v.a. selbstorganisiertes Lernen in der unterrichtsfreien Zeit, sowie ausreichend Zugang zu digitalen Medien und Hilfestellungen. Erste Befunde des Schul-Barometers in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gezeigt, dass etwa ein Drittel der SchülerInnen während der Schulschließung nicht oder nur bedingt erreichbar waren. Außerdem haben die SchülerInnen im Mittel knapp 18 Stunden pro Woche mit Lernen verbracht, demnach deutlich weniger als im regulären Schulbetrieb. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass vor allem sozial und kulturell benachteiligte SchülerInnen riskieren, Lernrückstände zu entwickeln und dass die bereits vorhandene soziale Ungleichheit in der unterrichtsfreien Zeit zunimmt. Weiterführende Literatur finden Sie über die Homepage des Schulbarometer (http://www.bildungsmanagement.net/Schulbarometer/medien/) sowie in folgendem Artikel von Prof. Dr. Olaf Köller, Psychologe und Geschäftsführender Direktor des Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel (https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/klassenzimmer/corona-schulschliessungen-hinterlassen-unabsehbare-schaeden-16830570.html).

Um negativen Lernverläufen durch gezielte, kompensatorische Maßnahmen entgegen wirken zu können, ist es unumgänglich, die Lernausgangslagen der SchülerInnen zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 wissenschaftlich zu bestimmen. Wir bitten Sie daher, die „Épreuves Standardisées“ (ÉpStan), sofern sie stattfinden können, in ihrer Gesamtheit zu bearbeiten denn nur so ist es uns möglich, eine aussagekräftige Rückmeldung geben zu können.

Bei Rückfragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

Das ÉpStan-Team der Uni Luxemburg

Telefon: 46 66 44 97 77
Email: info@epstan.lu